Der Schritt nach einem KEFF-Check: die geförderte Energieberatung

Mit dem kostenlosen und neutralen KEFF-Check sichten wir bei Ihnen im Unternehmen vorhandene Energieeffizienzpotenziale. Viele dieser Potenziale sind direkt aktivierbar, für andere lohnt es sich, eine weitere, detaillierte Energieberatung in Anspruch zu nehmen. KMU werden dabei durch das Förderprogramm der Bundesregierung "Energieberatung im Mittelstand" unterstützt. Bis zu 80 Prozent des Beraterhonorars bzw. maximal 6.000 Euro pro Beratung werden übernommen.

Sofern Teile der Daten nicht bereits während des KEFF-Checks erhoben wurden, erfolgt die Beratung klassisch in drei Stufen. So entspricht sie der Energieaudit-Norm DIN EN 16247. Zunächst werden gelieferte Energiemengen (Strom, Gas, Öl etc.) sowie die wichtigen Verbraucher im Detail erfasst. Mit diesen Daten kann der Energiefluss durch das Unternehmen abgebildet werden. In einem weiteren Schritt erarbeitet der Berater oder die Beraterin Vorschläge, wie ineffiziente Anlagen, Maschinen oder Prozesse verbessert werden können. Abschließend fasst ein umfangreicher Bericht die Analyse des Ist-Zustands und die Einsparpotenziale zusammen. In einem Abschlussgespräch wird der Geschäftsführung der Bericht vorgestellt und erläutert.

Durch die Beratung und anschließende Umsetzung können zwischen 10 und 50 Prozent der Energiekosten eingespart werden. Sind hier Investitionen in neue Anlagen oder Maschinen notwendig, bezuschussen weitere Förderprogramme den Kauf.

Hinweis: Im Jahr 2018 nahmen von etwa 380.000 KMU-Betriebe in Baden-Württemberg lediglich 533 die Förderung in Anspruch. Der tatsächlich ausgezahlte durchschnittliche Förderbetrag betrug fast 5.600 Euro.