20.11.2009 - Ausstellung beleuchtet Energiesparen

News FRIEDRICHSHAFEN/sz - Die „Energiestadt“ Friedrichshafen ist gestern die von rund 100 Ausstellern bestückte erste Fachmesse „Haus – Holz – Energie“ eröffnet worden. Zielgruppe sind nach Aussage von Messeveranstalter Peter Sauber Endverbraucher, Modernisierer und Bauherren.

Eine Kleinstadt mit 5 000 Lampen kann durch die Umstellung auf LED-Beleuchtung an 41 Beleuchtungstagen (bei etwa zehn Stunden Brenndauer pro Tag) etwa 25 Tonnen CO2 und rund 8 000 Euro Stromkosten sparen. LED Lampen haben zudem die 50-fache Lebensdauer. Informationen wie diese gibt es zuhauf in der Halle A 7, wohin der Veranstalter aufgrund des CDU-Landesparteitags ausgewichen ist.

Peter Sauber, der mit seiner Agentur jährlich sechs Messen und Kongresse veranstaltet, hat das Thema in den 70er Jahren aus der Ölkrise geboren und es zwischenzeitlich um die Facetten Umwelt oder Energieeinsparung ergänzt. „Jeder ist gefordert, in seinem Umfeld aktiv zu werden“, forderte er zu Energieeffizienz auf, um die Konferenz in Kopenhagen ein „Trauerspiel“ und „ganz furchtbar“ zu nennen. Gefordert seien neben dem privaten Hausbesitzer die Unternehmen, in Sachen Wind, Solar und Brennstoffzelle tätig zu werden. „Unser Thema geht jeden an, Hausbesitzer und solche die es werden wollen“, betonte Sauber.

37 Millionen Euro investiert

Der zertifizierten Energiekommune Friedrichshafen stehe eine solche Messe gut an, sagte Bürgermeister Peter Hauswald und erinnerte an deren Anstrengungen unter anderem in ihrem Energie-Förderprogramm. Mit diesem im Jahr 1998 ausgelösten Programm habe die Stadt mehr als 37 Millionen Euro an Investitionen in den Klimaschutz ausgelöst. Der Geschäftsführer der Energieagentur Bodenseekreis, Walter Göppel, lobte Messeveranstalter Peter Sauber. Ihm sei es gelungen, ein Schaufenster an Energieeffizienz zu vermitteln. Diese Messe finde „zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort“ statt, hob er Friedrichshafen als „europäische Energiestadt“ hervor. Energieeffizienz sei das größte Kraftwerk und der „Jobmotor der Zukunft“ - das sei die Botschaft nach Kopenhagen, hob Göppel hervor.

Wie gleichzeitig gespart und die Umwelt geschont werden kann, wird am Stand der Energieagentur an einem Christbaum demonstriert, an dem sich eine Lichterkette mit 15 Lampen befindet. Bisher wurden 20 Watt-Glühlampen verwendet, bei LED-Lampen genügt ein Watt. Die 15 Glühlampen verbrauchen 300 Watt, die 15 LED-Lampen 15 Watt. Allein eine LED Lampe spart während der Weihnachtsbe-leuchtungszeit, die 41 Tage umfasst, fünf Kilogramm CO2 ein und damit insgesamt 75 Kilogramm CO2. Pro LED-Lampe wird während dieser 41 Tage außerdem 1,50 Euro gespart. Bis einschließlich Sonntag ist die Messe „Haus – Holz – Energie“ noch geöffnet. Wie an der Fassade, im Fensterbereich oder am Dach Energie gespart werden kann, kann hier ebenso hinterfragt werden, wie von den Firmen verschiedene Heizungsarten vorgestellt werden.

Schwäbische Zeitung,Friedrichshafen: 20.11.2009



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