12.12.2008 - Energieagentur schaut optimistisch in die Zukunft

BIBERACH - Auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr 2008 blickt die Energieagentur zurück. Die Zahl der Beratungsgespräche hat sich seit der Gründung 2004 verdoppelt. Auch im kommenden Jahr will sie sich Heraus-forderungen wie den hohen Energiekosten und den neuen politischen Klimaschutzzielen stellen.

„Wir haben ein energiereiches Jahr hinter uns“, erklärt Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagenturen. Auch Wolfram Blüml, Vorsitzender der Energieagentur Biberach, zeigt sich zufrieden: „Unsere Energieberatung wird angenommen und hat eine gute Resonanz.“ In diesem Jahr wollten 3000 Bürger eine telefonische Beratung und mehr als 450 holten sich in den Bereichen Energieeinsparmaßnahmen, Förderprogramme sowie im Bereich Investitionen in erneuerbare Energien persönlich Ratschläge.

„Vor allem das Thema erneuerbare Energien ist ein riesiges und eben auch sehr wichtiges Thema“, erklärt Göppel. Auch die Anfragen in den Bereichen Mobilität und alternative Antriebe seien stetig gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2004 haben sich die Beratungsfragen verdoppelt.

Außenstellen in den Rathäusern

In verschiedenen Gemeinden hat die Energieagentur in diesem Jahr Außenstellen in den Rathäusern eingerichtet. Ebenfalls neu angeboten wird seit November die Schulung „Zertifizierter Energiefachbetrieb“ in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft. Mehr als 180 Hand-werksbetriebe nehmen daran teil. Darüber hinaus bietet die Energieagentur auch Mitarbeiter- und Hausmeisterschulungen für Kommunen an.

„Ab dem 1. Januar 2009 greifen viele neue Gesetze, die die Mindestanforderungen an die energetische Qualität bei Neubauten und zu sanierenden Altbauten verschärfen“, erklärt Iris Ege, Leiterin der Energieagentur Biberach. So ist es ab nächstem Jahr für alle Wohngebäude Pflicht, einen Energieausweis zu besitzen. Walter Göppel hält dies durchaus für sinnvoll: „In Wohngebäuden sind Heizung und Warmwasser für mehr als ein Viertel des Gesamt-energieverbrauchs in Deutschland verantwortlich.“ So muss im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes des Bundes ab Januar 2009 bei allen Neubauten mehr als 50 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Kreisbaumeister Hubert Baur kündigte an, dass die Einhaltung der neuen Richtlinien in Stichproben kontrolliert werde.

Feiern fünfjähriges Bestehen

Auch für das kommende Jahr hat die Energieagentur viel vor. „Wir können optimistisch in die Zukunft schauen“, meint Göppel. So wird eine Bauherrenmappe für Haussanierer und für Bauherren erstellt. Schließlich werden Themen wie Energieeffizienz eine immer größere Rolle spielen. Am 3. März feiert die Agentur ihr fünfjähriges Bestehen mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung im Landratsamt.

(Schwäbische Zeitung Biberach, 12.12.2008)

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