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27.03.2009 - Nicht alles selbst zahlen: Finanzielle Förderung erleichtert Altbausanierung
Ab 1. April können Antragsteller bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einer noch höheren Förderung rechnen: Die Förderprogramme wurden zusammengefasst, Kredite ausgeweitet und Zuschüsse erhöht. Einen guten Förderüberblick, auch über die kommunalen Programme, geben die unabhängigen Energieberater der Energieagenturen Ravensburg-Biberach-Bodenseekreis-Sigmaringen.Nach einer energetischen Altbausanierung winken viele Vorteile: vorher sind jedoch umfangreiche Investitionen nötig. Zinsverbilligte Kredite und Finanzierungszuschüsse schonen dabei den Geldbeutel und erleichtern so die Realisierung. „Bund, Land und Kommunen unterstützen Hausbesitzer mit vielfältigen Fördermitteln“, sagt Claudia Rist, die Leiterin des Landesprogramms Zukunft Altbau vom Umweltministerium Baden-Württemberg. Hausbesitzer müssen weniger Eigenkapital aufbringen und zahlen weniger Zinsen als bei konventionellen Bankkrediten.
„Energetisch sanierte Altbauten reduzieren die Heizkosten um bis zu zwei Drittel“, erläutert Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagenturen Ravensburg-Biberach-Bodenseekreis-Sigmaringen. „Hinzu kommt ein erhöhter Wohnkomfort, da kalte Wände und zugige Fenster der Vergangenheit angehören. Das erhöht den Wert des Hauses und damit die Chancen auf dem Immobilienmarkt.“
Spitzenreiter bei der finanziellen Förderung ist die öffentlichrechtliche KfW-Bankengruppe. Ihr Förderangebot für Privatleute umfasst Neu- und Altbauten. Bei der Sanierung von Altbauten hat die KfW 2009 einiges verbessert: Seit Januar werden nun auch Einzelmaßnahmen mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen gefördert. Beispiel Zuschüsse: Wer etwa sein Wohnhaus dämmt oder einen Brennwertkessel einbaut, erhält einen Zuschuss von fünf Prozent der Investitionssumme, maximal 2.500 Euro. Gleichzeitig hat sich der Zuschuss für ganze Maßnahmenpakete auf 7,5 Prozent der Investitionssumme, maximal 3.750 Euro, erhöht.
Ab dem 1. April gibt es weitere Änderungen bei der KfW zum Vorteil für Hausbesitzer. Das neue Programm zur Bestandssanierung „Energieeffizient sanieren“ ersetzt die bisherigen Förderprogramme „CO2-Gebäudesanierungsprogramm“ und „Wohnraum modernisieren - Öko Plus“. Es beinhaltet wichtige Neuerungen: Der Förderhöchst-betrag ist von 50.000 auf 75.000 Euro pro Wohneinheit angehoben worden. Neben der Sanierung ist auch der Ersterwerb eines sanierten Hauses oder einer Eigentumswohnung förderfähig. Sachverständige sind nur noch bei der besonders energieeffizienten „Sanierung zum KfW-Effizienzhaus“ notwendig.
Neben der Sanierung fördert der Bund auch die vorherige Beratung durch Experten. Mit dem Programm „Energiesparberatung vor Ort“ bezuschusst das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) das Honorar von Energieberatern. Sie prüfen die energetische Qualität des Hauses, schlagen ein Sanierungskonzept vor, berechnen die Wirtschaftlichkeit der geplanten Maßnahmen und zeigen Fördermöglichkeiten auf. Der Zuschuss liegt bei 300 bis 360 Euro. Der verbleibende Eigenanteil ist etwa genau so hoch.
Land und Kommunen fördern auch
Auf Landesebene bietet Baden-Württemberg finanzielle Anreize für die Energieberatung: Der „EnergieSparCheck“ wird vom Umweltministerium mit 100 Euro unterstützt, für den Hausbesitzer fällt dieselbe Summe an. Der Energieberater gibt dem Eigentümer einen ersten Überblick über den energetischen Zustand seines Hauses und zeigt sinnvolle Sanierungsschritte auf. Auch die Kommunen sind aktiv.
Teilweise werden Wärmedämmung und die Optimierung von Heizungsanlagen bezuschusst. Welche Programme für den Hausbesitzer und seine geplanten Sanierungsmaßnahmen am Besten passen, erläutert ein Gebäudeenergieberater. Je höher die Einsparung von Kohlendioxid durch die Sanierungsmaßnahmen, desto höher ist vielfach auch die Förderung. Wichtig ist ebenfalls: „Bei den meisten Förderprogrammen muss erst die Förderzusage vorliegen, bevor mit der Sanierung begonnen werden darf“, gibt Göppel zu bedenken.
Weitere Informationen unter:
www.kfw.de
http://www.energiefoerderung.de/
http://www.zukunftaltbau.de/
