02.02.2017

Landkreis Bodenseekreis hat Gold im Visier

Das Landratsamt Bodenseekreis lässt sich in diesem Jahr wieder für den Europäischen Energiepreis „European Energy Award“ zertifizieren. Erklärtes Ziel sei es, so heitß es in eienr Pressemitteilung aus dem Landratsamt, die Gold-Auszeichnung für vorbildliche Energiepolitik und konsequentes Energiesparen zu bekommen. 2013 wurde die Behörde erstmals durch die unabhängigen Experten geprüft und erreichte auf Anhieb Silber.

Damit bei der Zertifizierung ausreichend Punkte in dem komplexen Bewertungssystem zusammenkommen, gibt es in der Kreisbehörde jetzt ein Energieteam. „Das Team besteht vor allem aus Führungskräften und Experten aus den Fachbereichen des Landratsamts, in denen das Thema Energie eine große Rolle spielt. Das sind beispielsweise das Liegenschaftenmangement, die Abfallwirtschaft oder die interne Verwaltung des Hauses“, erklärt Sabine Wiggenhauser vom Amt für Kreisentwicklung, die das Energieteam koordiniert. Die Arbeitsgruppe sorgt dafür, dass die für den Energy Award nötigen Maßnahmen umgesetzt und die Ergebnisse und Verbesserungen dokumentiert werden. Beispielsweise berichtet das Bau- und Liegenschaftsamt, in welchen Gebäuden des Landkreises eine neue energiesparende LED-Beleuchtung eingebaut wurde oder wird. Ein anderes Beispiel sind die Bemühungen, Abfall zu vermeiden oder besser zu verwerten. So gibt es bei der Zertifizierung dann für die Sperrmüllbörse oder das halbjährlich erscheinende Müll-Magazin des Bodenseekreises ebenfalls wertvolle Punkte.

Für den European Energy Award werden die sechs Handlungsfelder Entwicklung und Raumplanung, Kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation systematisch untersucht. Mit einem von der EU einheitlich vorgegebenen Prüfkatalog werden über 100 einzelne Aktionsbereiche zur Energieeinsparung und Ressourcenschonung bewertet. Damit bestätigt der Europäische Energiepreis offiziell, dass sich Gemeinden, Städte und Landkreise zu einer nachhaltigen Energie- und Klimapolitik verpflichtet haben und diese auch in die Tat umsetzen. Die Teilnehmer unterziehen sich dazu einem mehrjährigen Prozess, in dem der Erfolg dieser Politik von unabhängiger Stelle kontrolliert wird. Die Prüfung findet alle vier Jahre statt.

 

Quelle: Schwäbische Zeitung (22.01.17)